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Was ist Hochbegabung?

Eine psychologische Begriffsbestimmung von Hochbegabung ist nicht möglich ohne eine Klärung der Konzepte von Intelligenz und Begabung. Dem derzeitigen Forschungsstand entsprechend geht man von fünf Begabungsbereichen aus:
  1. intellektuelle Begabung (= allgemeine Intelligenz)

  2. soziale Begabung (= interpersonale Intelligenz)

  3. musische Begabung (= Musikalität)

  4. bildnerisch-darstellende Begabung

  5. psychomotorische (praktische) Begabung
Hochbegabung kann sich ganz unterschiedlich ausprägen. Die einen Menschen sind musisch veranlagt, andere eher praktisch, künstlerisch-darstellend oder intellektuell. In der Regel wird eine sehr weit überdurchschnittliche intellektuelle Begabung (d.h. eine herausragende Intelligenz) als Hochbegabung bezeichnet.

Zum Begriff der Intelligenz gibt es eine Vielzahl von Definitionen. Die meisten Definitionen stimmen darin überein, dass es sich bei Intelligenz um die Art der Bewältigung einer aktuellen Situation handelt. So beschrieben Binet und Simon schon im Jahr 1905 die Intelligenz als die Fähigkeit, gut urteilen, gut verstehen und gut denken zu können. Intellektuelle Begabung beinhaltet nach modernen Definitionen eine schnelle Auffassungsgabe, gute Lernfähigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen, logisches und abstraktes Denken, sprich besondere geistige Leistungen in vielen Bereichen.

Eine Hochbegabung ist eine sehr hohe Ausprägung der allgemeinen Intelligenz, wobei jeweils spezifische Fähigkeiten (z.B. sprachliche, mathematische, ...) in unterschiedlichem Ausmaß vorhanden sein können. Diese extrem hohe Ausprägung der Intelligenz zeigt sich bei hoch begabten Kindern schon im Kleinkindalter in ihren überdurchschnittlichen Fähigkeiten und Interessen, durch die sie Gleichaltrigen oft beträchtlich voraus sind.

2 % bis 3 % aller Kinder sind weit überdurchschnittlich intellektuell befähigt und gelten somit als hoch begabt. Das sind in Deutschland zur Zeit 400.000 Kinder unter 15 Jahren!

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